Im Oktober übergab die Musikgesellschaft Alpenrösli Gommiswald ausgediente Instrumente für ein Hilfsprojekt in Afrika.

Was soll man mit beschädigten Instrumenten machen, bei denen sich eine Reparatur in der Schweiz nicht mehr lohnt? Was macht man mit ausgedienten Militärmusikinstrumenten, die von ehemaligen Musikanten abgegeben werden?
Über viele Jahre hat sich eine rechte Anzahl Instrumente bei der Musikgesellschaft Alpenrösli angesammelt. Der Vorstand beschloss, dass zuerst Vereinsmitglieder Instrumente käuflich erwerben konnten. Der Andrang hielt sich in Grenzen, da eine Reparatur der Instrumente zu teuer war. Über die Zeitung des Schweizer Blasmusikverbandes „Unisono“ wurden wir auf ein Hilfsprojekt der Heilsarmee aufmerksam. Unser Instrumentenverwalter Matthias Thoma nahm Kontakt mit Monika Meier aus Forch (ZH) auf. Monika ist gelernte Instrumentenreparateurin und engagierte  sich im vergangenen Sommer bereits zum zweiten Mal für das Hilfsprojekt in Afrika.
Seit über 10 Jahren organisiert das Projekt SwiZimAid in Zusammenarbeit der Abteilung „Interanationale Entwicklung“ der Heilsarmee Schweiz Hilfsprojekte für die Menschen im westlichen Afrika. Bisher hat die Organisation 13 Wasserprojekte realisiert, drei Musiklager organisiert und drei Masiye Camps für Aids-Waisen mitorganisiert. Neben Computern, Kleidern und medizinischen Material brachte sie bereits über 500 Instrumente nach Zimbabwe, Sambia und Malawi.

Geteilte Instrumente

„Musik ist in Zimbabwe äussert“ wichtig, sagt Monika Meier. Es gebe Corps, die in Brass-Band-Besetzung spielen. Für viele ist Musik die einzige Möglichkeit, sich auszudrücken. „Die Leute sind sehr motiviert, haben aber oft nicht die Mittel, um Musik zu machen“, so Meier weiter. „In Malawi teilen sich sogar einige Corps die Instrumente und müssen sie daher stets von einer Probe zur anderen transportieren“. Im Sommer hat Monika Meier rund 150 Instrumente kontrolliert und repariert. Mit grossem Improvisationstalent, Kabelbindern, Filzringen und Lötarbeiten konnte sie viele Instrumente reparieren und Tips zur Reinigung und Pflege abgeben.

Im Oktober konnte Matthias Thoma für das Projekt eine Tuba, zwei Posaunen, ein Horn, ein Bariton, ein Es-Alt-Horn, Trompeten und Flügelhörner sowie einige Perkussionsinstrumente an Monika Meier übergeben. Das neuste Instrument wurde in der Musikgesellschaft Alpenrösli 1974 ausgemustert, alle anderen waren einige Jahre älter. Wir hoffen, dass die alten Instrumente von Monika Meier wieder spielfähig gemacht werden können und sie in Malawi, Zimbabwe oder in Sambia viel Freude bereiten können.

www.swizimaid.ch